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WISSENIT-Lehre

Informatiker/in EFZ: Plattform oder Applikation?

Vier Jahre, ein Beruf, zwei Richtungen: Baust du lieber die Apps – oder die Infrastruktur, auf der sie laufen? Hier siehst du, wie sich die beiden Fachrichtungen im Alltag anfühlen.

Kurz gesagt

  • Die Lehre als Informatiker/in EFZ dauert 4 Jahre: im Lehrbetrieb, an der Berufsfachschule und in überbetrieblichen Kursen.
  • Applikationsentwicklung: Du programmierst Software, Web- und Mobile-Apps und arbeitest mit Datenbanken.
  • Plattformentwicklung: Du baust und betreibst Server, Netzwerke und Cloud-Dienste und sorgst für Sicherheit.
  • Für viele Lehrstellen brauchst du einen Eignungstest wie den Multicheck ICT – und eine Schnupperlehre hilft enorm bei der Entscheidung.

01Der Beruf in Kürze

Informatiker/in EFZ ist einer der gefragtesten Lehrberufe der Schweiz. Du lernst an drei Orten: im Lehrbetrieb arbeitest du an echten Projekten, an der Berufsfachschule lernst du die Theorie, und in überbetrieblichen Kursen vertiefst du einzelne Themen. Am Ende steht eine grosse praktische Abschlussarbeit im Betrieb.

4Jahre Lehre
2Fachrichtungen
3Lernorte
EFZeidg. Fähigkeitszeugnis

02Die zwei Fachrichtungen

Beide Fachrichtungen lernen Grundlagen aus beiden Welten – Programmieren, Netzwerke, Datenbanken, Sicherheit. Der Schwerpunkt unterscheidet sich aber deutlich:

FACHRICHTUNGApplikations­entwicklung

Du entwickelst Software: Web-Apps, Mobile-Apps oder Programme für Firmen – vom ersten Entwurf bis zum Test.

TYPISCHE AUFGABEN
Programme und Apps entwickelnDatenbanken entwerfenCode testen und Fehler suchenAnforderungen mit Kundschaft klären
WERKZEUGE (BEISPIELE)
JavaC#PythonJavaScriptSQLGit
PASST, WENN DU …

gern knobelst, Probleme in kleine Schritte zerlegst und etwas baust, das andere benutzen.

FACHRICHTUNGPlattform­entwicklung

Du baust und betreibst die IT-Infrastruktur: Server, Netzwerke, Cloud und Sicherheit – und findest heraus, warum etwas ausfällt.

TYPISCHE AUFGABEN
Server und Cloud-Dienste einrichtenNetzwerke planen und absichernSysteme überwachen, Störungen behebenAbläufe mit Skripten automatisieren
WERKZEUGE (BEISPIELE)
LinuxWindows ServerPowerShellFirewallsVirtualisierungCloud
PASST, WENN DU …

wissen willst, wie alles im Hintergrund zusammenhängt, und gern dafür sorgst, dass es sicher und stabil läuft.

03Welche passt zu dir?

Entscheide dich bei jedem Paar spontan für die Aussage, die eher zu dir passt. Das ist kein Test – nur eine Orientierung für die Schnupperlehre.

04Ein Tag in der Lehre

So könnte ein Arbeitstag im Lehrbetrieb aussehen. Ein erfundenes Beispiel – jeder Betrieb ist anders.

Beispieltag

05Dein Weg zur Lehrstelle

1Berufe erkundenVergleiche die IT-Berufe, zum Beispiel mit dem Berufswahl-Kompass und auf berufsberatung.ch.
2SchnuppernEine Schnupperlehre zeigt dir am besten, welche Fachrichtung passt – am liebsten in beiden.
3EignungstestViele Betriebe verlangen den Multicheck ICT oder einen ähnlichen Test.
4BewerbenLebenslauf, Zeugnisse, Testresultat und Motivation. Viele Lehrstellen werden gut ein Jahr vor Lehrbeginn vergeben.
5Lehrstelle findenOffene Stellen findest du zum Beispiel in unserer Lehrstellenbörse.

06Und nach der Lehre?

Mit dem EFZ kannst du direkt arbeiten – oder weiterlernen. Die Informatik ist eine der Branchen mit den meisten Weiterbildungswegen:

DIREKTAls Fachkraft arbeiten

Informatiker/innen sind gesucht – in Firmen, Verwaltung und bei IT-Dienstleistern.

BERUFSMATURITÄTFachhochschule

Mit der BM (während oder nach der Lehre) zum Bachelor in Informatik.

HÖHERE FACHSCHULEDipl. Informatiker/in HF

Praxisnah, oft berufsbegleitend neben dem Job.

BERUFSPRÜFUNGEidg. Fachausweis

Spezialisieren, zum Beispiel in Applikationsentwicklung oder System- und Netzwerktechnik.

07Mini-Quiz

Schnupperfragen aus beiden Fachrichtungen – finde heraus, welche Seite dir mehr Spass macht.

6 echte Fragen aus IT Quiz – ohne Anmeldung, mit Erklärung.

?Häufige Fragen

Die Fachrichtung steht im Lehrvertrag. Ein Wechsel während der Lehre ist nur in Absprache mit Lehrbetrieb und kantonalem Berufsbildungsamt möglich. Nach dem Abschluss stehen dir mit Weiterbildungen beide Welten offen.

Ein solides Sek-Niveau in Mathematik hilft, vor allem bei Logik, Zahlensystemen und Programmierung. Wichtiger als Bestnoten sind Neugier, Ausdauer beim Tüfteln und logisches Denken.

Ja. Die Berufsmaturität ist lehrbegleitend (BM1) oder nach der Lehre (BM2) möglich und öffnet den Weg an die Fachhochschule.

Ja, zum Beispiel die Informatikmittelschule (IMS) mit Praktikum. Verwandte Lehrberufe sind ICT-Fachmann/-frau EFZ, Entwickler/in digitales Business EFZ und Mediamatiker/in EFZ.

Quellen: berufsberatung.ch: Informatiker/in EFZ · ICT-Berufsbildung Schweiz: Bildungsplan Informatiker/in EFZ · SBFI: Berufsverzeichnis. Redaktion: IT Quiz, Stand September 2026. Fehler entdeckt? Schreib uns an hello@itquiz.ch.

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